Rückschau 8. UTU-Treff 24. Juli 2008
Weil’s alle treiben bis zum Geht-Nicht-Mehr,
geht bald wirklich gar nix mehr.
Uli Löchner, deutscher Aphoristiker
Thema
Was geht, wenn nichts mehr geht?
Ref. Roger Otten, Plansecur Köln
Was geht, wenn nichts mehr geht?
Ref. Roger Otten, Plansecur Köln
Immerhin sechs der Teilnehmer dieses UTU-Treffs machten sich an diesem Abend auf die Socken, um den Rolandsbogen hoch über dem Rhein zu erklimmen. Die anderen Teilnehmer warteten schon im wunderschönen Raum Freiligrath des Restaurants Rolandsbogen.
Zunächst wurde der tolle Ausblick ins Rheintal genossen, bevor es dann zur Sache / ans Thema ging: Wie kann sich der Unternehmer absichern, falls er ausfällt und die Geschäfte über einen längeren Zeitraum nicht weiterführen kann? Wo kommt das Geld für diese Ausfallzeiten her, wer springt ein, damit die Geschäfte weiterlaufen, was ist zu tun? Kein leichtes Thema!
Mit einhelliger Überraschung wurde aufgenommen, dass ca. 30 % aller gesundheitlichen Ausfälle von Unternehmern/innen durch psychosomatische Erkrankungen (Tendenz steigend) verursacht werden und jeder 5. Unternehmer wegen Problemen am Bewegungsapparat ausfällt. Nur 3 % der Ausfälle sind Unfällen zuzurechnen. Eine sicherlich nicht nur für uns überraschende Erkenntnis. Herr Otten stellte im Weiteren unterschiedliche Möglichkeiten der Absicherung vor. Diese waren u. a. Erwerbsunfähig-, Grundfähigkeiten-, Berufsunfähigkeit-, Dread-Desease-Versicherungen. Ratsam ist es, diese Versicherungen noch zeitig in jungen, gesunden Jahren abzuschließen, da mit zunehmendem Alter die Gefahr einer ungünstigen Risikoeinstufung zunimmt. Die reale Unternehmersituation ist meist die, dass bereits ein gewisses Alter erreicht ist und sich die ersten Zipperlein anmelden, womit eine optimale Absicherung schwieriger wird. Hier bestehen von daher gewissen Einschränkungen. Der Unternehmer kommt nicht umhin, private Kapitalbildung zu betreiben, um später nicht – drastisch ausgedrückt - in die Sozialhilfe abzurutschen. Ernüchternd, aber wahr. Auf der betrieblichen Ebene ist die Absicherung, besonders als Einzelkämpfer, noch schwieriger. Hier ist rechtzeitig für eine Vertretung in Ausfallzeiten in Form von Kooperationen oder Bildung von Gesellschaften zu sorgen. Egal, wie die Lösung im Einzelfall aussieht; es ist unternehmerisches Pflichtprogramm, für diese Situation vor zu denken und entsprechend zu handeln.
Darauf mussten wir uns erst mal einen Trinken. Trotz dieser nachdenklich stimmenden Erkenntnis wurde es draußen auf der Terrasse des Rolandsbogens noch ein schöner und lockerer Abend.





